Wissenswertes
Die Geschichte
Es ist der 4. Juni des Jahres 1783 in der südfranzösischen Stadt Anoy, am Vorabend der französischen Revolution. Die ganze Stadt läuft zusammen, um das Schauspiel zu verfolgen:
In der Mitte des Marktplatzes liegt ein riesiger Sack, hergestellt aus mit Papier verklebter Leinwand, der an einer Seite eine große Öffnung hat. Mit Hilfe eines Feuers aus Stroh und Schafwolle füllen die zwei Söhne des französischen Papierherstellers Montgolfier diese Hülle mit warmer Luft.
Zuerst noch recht unförmig, verwandelt sich der Sack in wenigen Minuten zu einer fast 12 Meter hohen Kugel. Unter den staunenden Blicken der Menge erhebt sich das riesige Ungetüm fast 1000 Meter hoch in die Lüfte, bevor es drei Kilometer weiter sanft zu Boden sinkt.
Mit dieser Erfindung eröffnen die Gebrüder Montgolfier
das Zeitalter der Luftfahrt.
Bereits kurze Zeit später starteten Pilatre de Rozier und Francois d´Arlandes mit einem nach den Brüdern Montgolfier benannten Ballon, einer Montgolfiere, zur ersten bemannten Luftfahrt in der Nähe von Paris. Sie legten dabei in 25 Minuten eine Strecke von etwa 5 Meilen zurück und landeten sicher wieder auf der Erde.
Für ihren Mut wurden die Luftfahrtpioniere in den Adelsstand erhoben.
Als Verkehrsmittel fand der Heißluftballon jedoch keine wirkliche Verwendung, den heute wie damals reist der Ballonfahrer mit dem Wind. Die Natur und nicht der Mensch bestimmt die Richtung und das Tempo.
